Slata Roschal: „Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet“

Buchvorstellung und Gespräch

Do.. 17.09.26 / 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet

Lea Stein reist zu einem Bewerbungsgespräch ins Hotel Schillerhof Resort & Spa – ihre letzte Chance auf einen Neuanfang. Die junge Mutter hofft auf einen Job beim Literaturagenten Erwin Groß. Während Lea durch die Welt der Wohlhabenden laviert – unsicher, beobachtend, rechnend –, putzen Migrantinnen die Zimmer und halten die luxuriöse Fassade aufrecht. Erwin Groß schläft trotz seines Erfolgs schlecht und sucht jemanden für die unangenehmen Aufgaben – günstig, versteht sich. Als ein Autor tot in seinem Zimmer aufgefunden wird, ändert sich alles: Wer darf hier sein? Wer muss gehen? Und wer entfernt das Blut aus dem Teppich? Mit messerscharfer Präzision erzählt Slata Roschal von Klassenunterschieden, die sich in Trinkgeldern, gebügelten Servietten und Sitzordnungen manifestieren – lakonisch, bitterkomisch und von erschreckender Gegenwärtigkeit.

Slata Roschal, geboren 1992 in Sankt Petersburg, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise. Ihr Romandebüt „153 Formen des Nichtseins“ wurde 2022 für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2024 erschien mit „Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten“ ihr zweiter Roman. Die Autorin lebt in München. 

Karten erhalten Sie unter juedischesmuseum.de/tickets; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Einritt 10 €, ermäßigt 5 €. 

Termin speichern Anfahrt