Hedwig und Emil Behr,  nach 1945 © Familienbesitz Behr
Rückblick

Emil Behr

Briefzeugenschaft vor, aus, nach Auschwitz / 20.11.2012 - 31.03.2013

Vor wenigen Jahren fand die Enkelin von Emil Behr (1900–1983) in einer Kiste einen Ordner mit der lapidaren Aufschrift „Angestelltenvertrag; KZ-Haft“. Darin enthalten waren Dutzende von Briefen, durch die sie das Schicksal ihrer Familie im „Dritten Reich“ nachvollziehen konnte. Im Zentrum der Ausstellung steht das Leben ihres jüdischen Großvaters Emil Behr von seinem 38. Lebensjahr an. Er arbeitete in einem jüdischen Altersheim, wurde jedoch 1944 nach Auschwitz deportiert, nachdem er versucht hatte, sein Gehalt einzuklagen. Er überlebte und trat später als Zeuge in den Voruntersuchungen zum Frankfurter Auschwitzprozess auf.

Neben neun erhaltenen Briefen von Emil Behr aus Auschwitz werden weitere Briefe aus dem umfangreichen Konvolut ausgestellt. So lässt sich seine Geschichte vor und nach der Deportation nahezu vollständig rekonstruieren. In ihrer Herangehensweise an die Briefe formuliert die Ausstellung zugleich ein Plädoyer für eine Neudefinition des Begriffs der Zeugenschaft für die nationalsozialistischen Verbrechen.

Der Katalog mit Beiträgen unter anderem von Harald Welzer, Beate Meyer, Kurt Grünberg, Friedrich Markert und Ina Hartwig erscheint im Wallstein Verlag.

Ausstellungsort:
Museum Judengasse Frankfurt

Heute geöffnet: 10:00 – 20:00

  • Erwachsene
    6€
  • Ermäßigt
    3€
  • Mitglieder des Fördervereins
    Frei
  • Kinder / Jugendliche unter 18 Jahren
    Frei
  • Am letzten Samstag des Monats
    Frei
  • Inhaber Frankfurt Pass / Kulturpass
    1€
Link zum Standort Link zum Standort

Battonnstrasse 47, 60311 Frankfurt am Main

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