Museum Judengasse

Jüdisches Alltagsleben in der frühen Neuzeit

Über das Museum

Als die Stadt Frankfurt 1987 ein neues Gebäude für die Stadtwerke errichten will, stößt man auf Fundamente von Häusern der ehemaligen Judengasse, dem ältesten jüdischen Ghetto Europas. Nach öffentlichen Kontroversen wird mit einem Teil der Funde ein Museum eingerichtet. Dieses Museum hat 2016 eine neue Gestalt angenommen, die mit dem Museumspreis der Sparkassen-Kukturstiftung Hessen-Thüringen ausgezeichnet wurde.

Über die Ausstellung

Der Eingang des Museums und der Auftakt der permanenten Ausstellung nimmt auf die wechselvolle Geschichte des historischen Ortes Bezug: hier wird sowohl an die Deportation der Frankfurter Juden und die Zerstörung der Börneplatzsynagoge erinnert, als auch der zweitälteste jüdische Friedhof nördlich der Alpen in den Blick der Besucher*innen gerückt, der vom Museum aus besucht werden kann.

Die Ausstellung in den Ruinen von fünf Häusern der Judengasse eröffnet verschiedene Perspektiven auf jüdisches Alltagsleben in der Frühen Neuzeit. Sie inszeniert rituelle Objekte und Alltagsgegenstände, die einst vor Ort gefertigt oder genutzt wurden.

Ausstellungskatalog

Die Frankfurter Judengasse. Geschichte, Politik, Kultur, Katalog zur Dauerausstellung im Museum Judengasse, hrsg. von Fritz Backhaus, Raphael Gross, und Sabine Kößling.

München: C.H. Beck Verlag, 2016. 232 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

14,95 €

Katalog zur Dauerausstellung im Museum Judengasse

Barrierefreiheit und Angebote vor Ort

Das Museum Judengasse hat einen barrierefreien Zugang und bietet Sehbehinderten eine eigene Audioführung durch die Ausstellung an. Neben einer filmischen Eingangsinzenierung bietet das Museum mehrere Hörstationen an. Ein Parcours mit Hands-On-Stationen und ein eigener Katalog laden Kinder zu detektivischen Streifzügen durch die Ruinen ein.