Un-/versöhnlich. Kritisches Erinnern in der zweiten und dritten Generation

Podiumsdiskussion

So. 10.04.22 / 19:00 Uhr

Holocaust-Denkmal Berlin © Moritz Schumacher
Holocaust-Denkmal Berlin © Moritz Schumacher

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Mit Blick auf ihre im doppelten Sinne geteilte Geschichte leben Jüdinnen, Juden und Deutsche seit mehr als 75 Jahren im Spannungsfeld zwischen „negativer Symbiose“ (D. Diner) und „Gedächtnistheater“ (M. Bodemann). Inwiefern aber unterscheiden sich die Erinnerungskulturen und deren mögliche Kritik im Blick der Generationen? Sind die Enkel der Überlebenden, Emigrantinnen und Emigranten, postsowjetischen Siegerinnen und Sieger ebenso gewillt, Erinnerung unter dem Vorzeichen von Versöhnung zu teilen? Oder spielen – auch angesichts des Antisemitismus – Wut und Unverständnis eine zunehmend größere Rolle?

Das Podiumsgespräch widmet sich dem schwierigen emotionalen Erbe einer stets gegenwärtigen Vergangenheit und seiner künstlerischen und literarischen Bearbeitung. Es diskutieren: Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler und Publizist, Berlin), Dr. Max Czollek (Lyriker, Kulturproduzent und Publizist, Berlin), Dr. Eva Lezzi (Autorin, Berlin), Channah Trzebiner (Juristin, Frankfurt) und Prof. Dr. Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt). Die Moderation übernimmt der Literaturwissenschaftler Dr. Sebastian Schirrmeister.

Die Veranstaltung ist Bestandteil des Beiprogramms zur Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ wie auch der nicht-öffentlichen Tagung „Un-/Versöhnlichkeit. Kritische Erinnerungskulturen der dritten Generation“ des DFG-Netzwerks 3G. Positionen der dritten Generation nach Zweitem Weltkrieg und Shoah in Literatur und Künsten der Gegenwart (3g.hypotheses.org).

Um Anmeldung wird gebeten unter: besuch.jmf@stadt-frankfurt.de

Eintritt: 5 €, ermäßigt: 2,50 €

Anmelden Termin speichern Anfahrt