Videoaufnahmen im Jüdischen Museum Frankfurt

Das Museum kommt zu Euch nach Hause

Unsere digitalen Angebote im Lockdown
Porträt von Korbinian Böck
01. Februar 2021Korbinian Böck

Damit wir gemeinsam durch die schweren Zeiten kommen, haben wir uns einen bunten Blumenstrauß an digitalen Formaten überlegt, die sowohl einen Blick in unsere Ausstellungen geben, wie auch zum Mitmachen einladen.

Unser Museum ist zwar derzeit geschlossen, aber nicht verschlossen. Mit unseren Soundführungen und diversen Videoformaten bringen wir es sogar direkt zu Euch nach Hause.

Soundführungen durch unsere Ausstellungen

Macht es Euch bequem und lauscht gespannt unseren eigens konzipierten Soundführungen. Hierbei führen Euch Kuratorinnen an Hand von Klangbeispielen durch die drei Etagen unserer neuen Dauerausstellung Wir sind jetzt: Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart und geben Euch einen klanglichen Einblick in unsere erste Wechselausstellung Die weibliche Seite Gottes.

Was hat der Komponist Berlioz mit den Rothschilds zu tun? Und warum erklingt die „Königin der Nacht“ in unserer Wechselausstellung? Seid gespannt und horcht auf Soundcloud rein.

#MeinLieblingsobjekt – Videoreihe mit unseren Guides

FOto von Filmaufnahmen im Jüdischen Museum
Bei den Dreharbeiten mit dem Team von Urban Media Projekt in unserer neuen Dauerausstellung.

Neben den Ohren sollen selbstverständlich auch die Augen auf ihre Kosten kommen. Im Februar starten wir daher auf unseren Social Media Kanälen eine Videoreihe mit unseren Guides, die derzeit leider keine Führungen halten können. In vierzehn Folgen stellen Euch unsere freien Mitarbeiter*innen im Jüdischen Museum und dem Museum Judengasse ihr Lieblingsobjekt vor, mit ihren ganz eigenen Perspektiven auf die Objekte. Sämtliche Videos findet Ihr hier in den kommenden Wochen.

Volker Staab über die Museumsarchitektur

Mit dem Kurzfilm zu Ariels Schlesingers poetischer Skulptur "Untitled" von Hagen Betzwieser hat das Jüdische Museum den Grundstein für eine Reihe gelegt, die sich den zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern widmet, deren Werke als Teil der Kunstsammlung im neuen Jüdischen Museum zu sehen sind. Mit dem Ensemble aus historischem Rothschild Palais und zeitgenössischem Lichtbau von Staab Architekten Berlin entstand ein neuer Museumskomplex, der die Balance zwischen Zurückhaltung und Ausdruck souverän zu meistern scheint. Die zweite Folge dieser Reihe widmet sich deswegen dem Architekten des Museums Volker Staab und dessen Konzept für das neue Jüdische Museum. Im Interview spricht er über sein Gestaltungskonzept der "geschützten Offenheit", über Perfektion als Wert in der Architektur und das Palais als größtes Ausstellungsobjekt. Mitte Februar hier und auf YouTube.

Die weibliche Seite Gottes - eine filmische Führung in 6 Kapiteln

Foto von Dreharbeiten im Jüdischen Museum
Bei den Dreharbeiten in unserer Ausstellung "Die Weibliche Seite Gottes"

Im Alten Orient war es üblich, weiblichen Gottheiten zu huldigen. An ihre Stelle trat die Vorstellung von weiblichen Seiten des einen Gottes. Die erste Wechselausstellung im neuen Jüdischen Museum thematisiert diese kulturgeschichtliche Entwicklung in archäologischen Funden, rituellen Gegenständen, Bildern und Schriften. Sie entfaltet sich in sechs Kapiteln, in deren Zentrum Werke der zeitgenössischen Kunst stehen.

In sechs Filmen geben Sammlungsleiterin Eva Atlan und Museumsdirektorin Mirjam Wenzel einen Einblick in die Ausstellung, die sie zusammen mit Felicitas Heimann-Jelinek und Michaela Feuerstein-Prasser kuratiert haben. Mirjam Wenzel geht dabei auf die kulturhistorischen Artefakte ein, Eva Atlan stellt herausragende Kunstwerke vor.

Jeden Freitag: Mittagsgespräche live

Filmstill vom ersten Live-Mittagsgespräch
Museumsdirektorin Mirjam Wenzel im Gespräch mit ihrer Stellvertreterin Sarah Fischer im Ausstellungsraum über die Familie von Anne Frank.

Um Euch die Zeit bis zum nächsten Besuch bei uns zu verkürzen, haben wir ein Liveformat ins Leben gerufen: Jeden Freitag sind wir ab 12:30 Uhr für ca. 20 Minuten live auf Facebook und präsentieren Euch im Dialog spannende Hintergrundinformationen zu Objekten und Räumen im Jüdischen Museum. A Propos: Unsere im Herbst 2020 gelaunchte Online-Sammlung ist durchgehend für Euch geöffnet:  https://sammlung.juedischesmuseum.de/

Angebote nicht nur für Familien

Wir wissen, dass die Pandemie gerade für Familien und Kinder nicht so leicht zu meistern ist. Daher hoffen wir, dass wir Euch mit unseren vielfältigen Angeboten, die unbedingt zum Mitmachen gedacht sind, ein wenig durch die schwere Zeit tragen können. Von Februar bis März stellen wir hier sukzessive Angebote für Euch ein. Schaut also gerne immer mal wieder vorbei.

Purim und Fasching: Bastelideen und ein Erklärvideo

Am 17. Februar endet mit dem Aschermittwoch eine Faschingssaison ohne Umzüge und Parties. Am 26. Februar feiern Jüdinnen und Juden auf aller Welt Purim, ein Fest, bei dem man sich – in normalen Jahren – ebenfalls verkleidet und Umzüge feiert. Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen diesen Festen und warum werden sie überhaupt zelebriert? Diesen Fragen gehen unsere Schattenspielfiguren Hacivat, Karagöz und Zippe für Euch nach. Was sie herausgefunden haben, könnt Ihr im nachfolgenden Video sehen.

Ihr wollt Euch gerne – wenigstens zuhause oder in der Kita – verkleiden, habt aber noch keine Idee? Wie wäre es mit den Masken unserer beiden Museumsmaskottchen: Hausgespenst Levi und seine Freundin Fanny, die Milbe. Hier findet Ihr eine ganz einfache Anleitung für eine Maske von Levi oder von Fanny!

Anleitung 1 (PDF)
Anleitung 2 (PDF)

#zuhause Videowettbewerb für Jugendliche ab 12 Jahren

Durch den Lockdown wird unser Zuhause immer wichtiger. Gerade in Zeiten von Corona sind wir alle an unser Zuhause gebunden und verbringen den Großteil des Tages dort. Zuhause ist nicht nur ein Ort der Zuflucht, Sicherheit und Privatheit, sondern aktuell auch in den meisten Fällen ein maskenfreier Ort. Wir rufen in dieser Situation zu einem Videowettbewerb auf, der sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet. Zeig uns, was für Dich #zuhause bedeutet. Für die besten Einreichungen winken tolle Preise. Hier erfahrt Ihr mehr darüber.

Schattenspieltheater für zuhause

Filmstill aus unserer Videoanleitung für ein Schattenspieltheater für zuhause
Kreatives Angebot für Familien: ein Schattenspieltheater für zuhause, ganz einfach zum selber basteln.

Millionen Kinder können derzeit wegen der Corona-Pandemie nicht in die Schulen, Kindergärten und Kitas. Auch Sport- und Vereinsaktivitäten sind nicht möglich, gemeinsames Musizieren, Basteln und Toben ist auf die eigenen vier Wände beschränkt. Damit die Tage nicht zu lang werden und die Stimmung gut bleibt, ist Kreativität gefragt. Unsere Idee: Wir bringen unseren Schattenspiel-Workshop zu Euch nach Hause! Eine Anleitung mit Anregungen und Erklärvideo findet Ihr hier.

Vorlesestunden aus unserer Bibliothek

Wenn Ihr euch entspannt zurücklehnen wollt, sind unsere Vorlese-Sonntage genau das richtige. Empfohlen für Kinder von 3-8 Jahren, haben wir unsere sonst in der Bibliothek stattfindenden Vorlesesonntage kurzerhand in den digitalen Raum verlagert. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie jüdische Feiertage, aber auch Freundschaft, religiöse und kulturelle Vielfalt u.v.m. Die bereits vorliegenden Videos findet Ihr auf YouTube. Die weiteren Termine entnehmt Ihr unserem Onlinekalender.

Videoreihe "Geschichten aus der Judengasse"

Gemeinsam mit der Schauspielerin Verena Specht-Ronique haben wir eine Videoreihe im Museum Judengasse aufgenommen. Darin erzählen wir Alltagsgeschichten aus der frühneuzeitlichen Frankfurter Judengasse, fürs Klassenzimmer oder das heimische Sofa. Sämtliche Videos findet Ihr hier.

Digitaler Vocalworkshop mit Victoria Hanna

Etwas mehr gefordert werdet Ihr bei dem digitalen Vokal-Workshop mit der israelischen Klangkünstlerin Victoria Hanna im Rahmenprogramm zu unserer Ausstellung "Die Weibliche Seite Gottes". Wann? Am 9. Februar von 14:00-16:30 und am 10. Februar von 19:00-21:30 Uhr. Gemäß der Kabbala wurde die Welt durch 22 Buchstaben erschaffen. Jeder einzelne symbolisiert und bezieht sich auf ein bestimmtes Element im Universum und hat ein genaues Signal, einen Klang und eine Frequenz im Raum.

Victoria Hanna (c) Detlef Kinsler
Victoria Hanna (c) Detlef Kinsler

In ihrem Workshop„22 Letters“ erforscht die israelische Musikerin und Performerin Victoria Hanna mit den Teilnehmer*innen in ihrem digitalen Vokal-Workshop das Verhältnis von Sprache, Klang und Körperlichkeit. Mit praktischen Übungen und philosophischen Impulsen erklärt sie ihr Verständnis von Sprache vor dem Hintergrund der mystischen Traditionen des Judentums und geht der Wirkung der eigenen Stimme als Instrument der Schöpfung aber auch als Mittel des persönlichen und insbesondere des weiblichen Empowerments nach. Wenn Ihr dabei sein wollt, dann meldet Euch rasch an. Alle Infos findet Ihr hier.

Wem jetzt immer noch langweilig ist…

…findet auf unserem Blog eine lange Reihe von Medienempfehlungen aus unserem Museumsteam: Filme, Serie, Hörspiele, Musik, Podcasts und vieles mehr.

Schlagwortsammlung

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