Liberalismus als Opposition: Ludwig Geigers Verbindung von Humanismus und Judentum

Prof. Dr. Andreas Kilcher im Gespräch mit Nadine Meyer anlässlich des 100. Todesjahrs Ludwig Geigers

Do. 06.06.19 / 19:00 Uhr

Andreas Kilcher
Andreas Kilcher © Andreas Kilcher

Veranstaltungsort: Freies Deutsches Hochstift, Frankfurter Goethe-Museum, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt

Ludwig Geiger, heute vor allem als Begründer der modernen Goethe-Philologie bekannt, war eine Ausnahmegestalt des deutschen Judentums um 1900. Er war ein erklärter Humanist im doppelten Sinne: historisch und zeitgenössisch. Zum einen machte er als Philologe den Humanismus von Reuchlin bis Goethe zum Gegenstand historischer Arbeiten, zum anderen behauptete er als kritischer Zeitgenosse in Zeitschriften wie der „Allgemeinen Zeitung des Judentums“ einen neuen Humanismus, mit dem er der Position des liberalen Judentums um 1900 wesentlich Gestalt verlieh – und das nicht etwa aus Opportunismus, sondern vielmehr aus
Opposition.

Der Literatur- und Kulturwissenschaftler an der ETH Zürich Prof. Dr. Andreas Kilcher wird im Gespräch mit Nadine Meyer von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung auf Leben, Werk und Haltung von Ludwig Geiger eingehen.

Um Anmeldung wird gebeten unter: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de

Eintritt: 4 Euro
Eintritt frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstiftes und des Vereins der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.

In Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum Anmelden Termin speichern Anfahrt