Das Gumpertz'sche Siechenhaus - Ein "Jewish Place" in Frankfurt am Main

Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Birgit Seemann und Dr. Edgar Bönisch Moderation: Prof. em. Dr. Eva-Maria Ulmer

Di. 04.02.20 / 19:00 Uhr

Gumpertz’sches Siechenhaus in Frankfurt, 1975
Gumpertz’sches Siechenhaus, 1975 © Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt

Veranstaltungsort: Museum Judengasse Frankfurt, Battonnstrasse 47, 60311 Frankfurt am Main

Im Jahr 1888 gründete Betty Gumpertz zum Andenken an ihren verstorbenen Ehemann und Sohn ein Kranken-, Behinderten-, Alten- und Armenpflege-Heim für chronisch Kranke und bettlägerige Bedürftige. Die Einrichtung mit anfänglich sechs Betten befand sich in der Rückert-, dann in der Ostendstraße. 1905 ermöglichte die Minka-von-Goldschmidt-Rothschild-Stiftung einen Neubau im Röderbergweg 62-64. Die konservativ-jüdische Institution wurde traditionell geführt, nahm jedoch auch Nichtjuden auf und verfolgte die Grundsätze einer modernen Pflege. Sie wurde 1941 von den Nationalsozialisten geräumt. Auf Grundlage bislang unbekannter Quellen und Zeitzeugengespräche haben die Pflegehistoriker Birgit Seemann und Edgar Bönisch die erste Geschichte des Gumpertz’-schen Siechenhauses geschrieben, die an diesem Abend vorgestellt wird.

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

In Kooperation mit dem Brandes & Apsel Verlag und dem Forschungsprojekt „Jüdische Pflegegeschichte – Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main“ an der Frankfurt University of Applied Sciences. Anmelden Termin speichern Anfahrt