„Versöhnungs-Theater“: Vom Warschauer Kniefall zum Preußenkult

Lesung und Gespräch mit Max Czollek

Di. 18.04.23 / 19:30 Uhr

Foto von Max Czollek
© Max Czollek © Paula Winkler

Veranstaltungsort: Literaturhaus Frankfurt e.V., Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main

Schlagartig berühmt wurde der Dichter Max Czollek durch seine Interventionen. Die Streitschriften „Desintegriert euch!“ und „Gegenwartsbewältigung“ säten Zweifel an den deutschen Narrativen von Integration bis Leitkultur. Der neue Essayband „Versöhnungstheater“, scharf und gewitzt, schließt nun diesen Kreis. Czollek fragt darin nach der aktuellen Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit. Er knüpft damit an die von ihm co-kuratierte Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ an, die im vergangenen Jahr im Jüdischen Museum zu sehen war.

Seit den weltweit bewunderten Gesten der deutschen Erinnerungskultur, vom Warschauer Kniefall bis zum Holocaust-Mahnmal in Berlin, hat sich viel verändert: Das Berliner Stadtschloss feiert Preußens Könige, die EZB durfte die Großmarkthalle, Ort Frankfurter Deportationen, schließlich doch architektonisch durchstechen und übertragen, und der Bundespräsident spricht auf seiner Israelreise von „Versöhnung“. Ist Deutschland mustergültig im Versöhnungstheater?

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

Eintritt: 12 €, ermäßigt: 8 €, Stream: 5 €

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