Postsowjetisches Jüdischsein und Patrilinearität

Podiumsgespräch im Rahmen der МЫteinander-Reihe

So. 28.11.21 / 14:00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus am Dom, Domplatz 3, Online-Streaming

In den 1990er Jahren wanderten viele so genannte Kontingentflüchtlinge nach Deutschland ein, in deren Reispass „Ivrej“ stand, bei denen aber nicht beide Elternteile jüdisch waren. Vielen von ihnen wurde daher die Mitgliedschaft in den jüdischen Gemeinden Deutschland verwehrt. Die Situation von patrilinearen Jüdinnen und Juden in Deutschland ist bis heute mitunter delikat und zeigt sich in vielfältigen Umgangsweisen – von selbststärkender Aneignung des Begriffs „Vaterjüdin/Vaterjude“ bis zum Gijur.

Das Podiumsgespräch konzentriert sich auf den Erfahrungsraum postsowjetischer Jüdinnen und Juden. Wie gingen sie damit um, dass sie in der Sowjetunion als Jüdinnen und Juden galten, als solche in den meisten jüdischen Gemeinden in Deutschland aber nicht anerkannt wurden und werden? Wie hat sich die Situation im Laufe der letzten Jahre verändert? Gibt es generationsspezifische Auseinandersetzungen mit der Thematik? Zu Gast sind Robert Schulzmann und Hanna Veiler. Das Gespräch führt Dr. Alina Gromova.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der МЫteinander-Reihe des Jüdischen Museums statt und ist Teil der Matineé zu Patrilinearität im Haus am Dom.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte melden Sie sich auf der Website des Haus am Dom an: www.hausamdom-frankfurt.de.
Eintritt frei!

 

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