Who cares about Neues Frankfurt?

Podiumsdiskussion

Do. 05.02.26 / 19:00 Uhr

© Universitätsbibliothek Heidelberg, Das Neue Frankfurt 7/1930, Titel (Geschwister Leistikow)
© Universitätsbibliothek Heidelberg, Das Neue Frankfurt 7/1930, Titel (Geschwister Leistikow)

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Das Neue Frankfurt war ein urbanes Modernisierungsprogramm, das von dem Gedanken sozialer Gleichheit geprägt war und eine Antwort auf die infrastrukturellen Herausforderungen der 1920er-Jahre finden wollte: den Bevölkerungszuwachs, die zunehmende Mobilität, Versorgungsfragen für die breite Bevölkerung sowie die notwendigen Innovationen im Gesundheits- und Bildungswesen.

Alle politischen Entscheidungsträger, die dieses Programm verantworteten, Oberbürgermeister Ludwig Landmann, Stadtbaurat Ernst May und Stadtkämmerer Bruno Asch, kamen aus jüdischen Familien. Inwieweit knüpften sie mit dem sozialen Anliegen, das sie mit der Modernisierung verbanden, an die Bedeutung des Gemeinwohls in der jüdischen Tradition an? Welche Rolle spielte das jüdische Sozial- und Stiftungswesen in jenen Jahren? Und wie betrachten wir heute das soziale Design von damals?

Im Gespräch mit Bettina Schulte Strathaus, Grit Weber, Thorsten Krick und Aron Schuster reflektiert Moderator Philipp Sturm zusammen mit Sara Soussan, worin das soziale Anliegen des Neuen Frankfurt bestand und ob es heute eine Fortsetzung finden sollte. Ausgangspunkt des Gesprächs ist der Kurz-Dokumentarfilm „Wo wohnen alte Leute?“ von Ella Bergmann-Michel über die Senioren-Wohnanlage und das Pflegezentrum Henry und Emma Budge-Stiftung aus dem Jahr 1931.

Bettina Schulte Strathaus ist wissenschaftliche Koordinatorin im Bereich Filmkultur und Filmarchiv der Goethe-Universität Frankfurt. Grit Weber ist stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Design, Kunst und Medien am Museum Angewandte Kunst. Sie ist verantwortlich für die Ausstellung „Yes, we care!“.

Thorsten Krick ist Geschäftsführer der Henry und Emma Budge-Stiftung,

Aron Schuster ist Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle für Juden in Deutschland (ZWST).

Philipp Sturm war von 2018 bis 2023 Geschäftsführer der Ernst-May- Gesellschaft e. V. und ist heute Leiter der Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie der Stadt Frankfurt.

Sara Soussan ist Kuratorin für Jüdische Gegenwartskulturen am Jüdischen Museum Frankfurt.

Karten erhalten Sie über unseren Onlineshop; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.

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