„Rückblickend blieb die Angst dieser Jahre …“ Jüdisch-Christliche Familien 1933–1945

Buchvorstellung und Gespräch im Rahmen der Reihe „Zachor – Erinnere Dich“

Do. 11.12.25 / 19:00 Uhr

Hugo, Margarete und Tochter Renate Knewitz, 1925 © Sammlung Petra Bonavita
Hugo, Margarete und Tochter Renate Knewitz, 1925 © Sammlung Petra Bonavita

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Die Nationalsozialisten untersagten Eheschließungen mit einem jüdischen Partner und gingen rigoros gegen interkonfessionelle Beziehungen vor. Deutsche Frauen und Männer, die mit Jüdinnen oder Juden verheiratet waren, wurden dazu genötigt, sich scheiden zu lassen. Für die jüdischen Partner indessen bot die Ehe bis etwa 1942 noch einen gewissen Schutz vor den Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Dann aber setzte in Frankfurt am Main, im Regierungsbezirk Wiesbaden und im Volksstaat Hessen(-Darmstadt) eine rigorose Jagd auf jüdische Frauen und Männer mit nicht-jüdischen Ehepartnern sowie ihre Kinder ein. Wer von ihnen überlebte, war oftmals nach 1945 erneut antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt.

In unserer Reihe „Zachor – Erinnere Dich“ stellen Petra Bonavita und Dr. Dorothee Freudenberg ausgewählte Familiengeschichten vor und geben Einblick in ihre biografischen Forschungen zu interkonfessionellen Beziehungen während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Petra Bonavita ist Soziologin, Autorin und Kuratorin. Sie forscht zu jüdischem Leben in Frankfurt während der Schoa. Dr. Dorothee Freudenberg ist Ärztin für Psychiatrie. Sie ging im umfangreichen Nachlass ihrer Großeltern Adolf Freudenberg und Elsa Liefmann den vielfältigen Folgen von interkonfessionellen Eheschließungen nach.

Karten erhalten Sie über unseren Onlineshop; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €.

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