Verunsichernde Orte. Selbstreflexive und diversitätsbewusste Gedenkstättenpädagogik

Fortbildung an der Goetheuni Frankfurt am Freitag, 12. Mai, 14-18 Uhr und Samstag, 13. Mai, 10-18 Uhr

Blick auf die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle Frankfurt; Foto: Norbert Miguletz
Blick auf die die früheren Gleisanlagen auf der Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle Frankfurt. Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt

In der Fortbildung reflektieren die Teilnehmenden gemeinsam ihre pädagogische Arbeit zur jüdischen Geschichte und zum Nationalsozialismus anhand von Übungen der Konzeption "Verunsichernde Orte – Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik".

Der Blick ist dabei einerseits besonders auf die eigene Motivation, Zielsetzung und Ergebniserwartung für die Durchführung von Besuchen von NS-Gedenkstätten, Erinnerungsorten und Museen zur jüdischen Geschichte mit Schulklassen und/oder Gruppen der außerschulischen Bildung gerichtet.

Andererseits reflektieren die Teilnehmenden ihre pädagogische Praxis im Hinblick auf die Frage, ob und wie sich diese verändert bzw. verändern muss, wenn z.B. Sophie Scholl geschichtsrevisionistisch instrumentalisiert wird, um Widerstand gegen staatliche Maßnahmen während der Corona-Pandemie zu legitimieren und um Kritik an völkischen, antidemokratischen Überzeugungen im Vorhinein zu entkräften.

Das Angebot richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gedenkstätten, schulische Lehrkräfte unterschiedlicher Fachrichtungen und außerschulische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Besuchergruppen betreuen bzw. mit Gruppen NS-Gedenkstätten besuchen.

Leitung: Gottfried Kößler (Fritz Bauer Institut) und Sophie Schmidt (Jüdisches Museum Frankfurt)
Ort: IG Farben-Haus, Goethe-Universität, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main (der Raum wird nach Anmeldung bekannt gegeben)
Anmeldung: Besuch.jmf@stadt-frankfurt.de