07. Oktober – Ein offenes Haus im Gedenken an die Opfer

Podiumsgespräche und freier Eintritt

Di. 07.10.25 / 10:00 Uhr

BILD 7. OKTOBER COPYRIGHT by Tine Steenen
BILD 7. OKTOBER COPYRIGHT by Tine Steenen

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main

Am 7. Oktober 2023 verübten Hamas-Terroristen ein grausames Massaker in Israel: Mehr als 1.200 Menschen wurden gefoltert und getötet, zudem verschleppten sie rund 240 Babys, Kinder, Frauen und Männer in den
Gaza-Streifen. Diese Gräueltaten markieren einen tiefen Einschnitt in die jüdische Gegenwart und führen insbesondere bei Jüdinnen und Juden zu Retraumatisierung, Angst und großer Bestürzung. Seit dem Beginn der israelischen Militäroperationen gegen die Hamas im Gaza-Streifen ist die Zahl antisemitisch motivierter Gewalttaten – auch in Deutschland – deutlich angestiegen.

Auch zwei Jahre nach dem Überfall der Hamas auf Israel sind viele Geiseln weiterhin nicht frei, während der Krieg immer größere Ausmaße annimmt. Das Jüdische Museum hat aus diesem Anlass ein kulturelles Programm zusammengestellt und öffnet seine Türen bei freiem Eintritt.

12.00–13.00 Uhr, Vortrag
ISRAEL NACH DEM 07. OKTOBER – TRAUMA, DEBATTE UND DEUTUNGSKÄMPFE

Dr. Jenny Hestermann, Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg

Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 schockierte durch seine Brutalität – mit tiefen Folgen für die israelische Gesellschaft. Der Vortrag analysiert die innerisraelischen Reaktionen auf diese Gewalt, die Transformation politischer Positionen und das kollektive Trauma ebenso wie die Dynamiken der internationalen und deutschen Debatte zwischen ritualisierter Solidarität, moralischer Eindeutigkeit und antisemitischen Feindbildern.

17.00–18.00 Uhr, Artist Talk
KURATORIN ANNIKA FRIEDMAN IM GESPRÄCH MIT RUTHE ZUNTZ

Die Künstlerin und Fotografin Ruthe Zuntz, deren Familiengeschichte in der Ausstellung „WHAT A FAMILY!“ erzählt wird, dokumentiert seit dem 7. Oktober 2023 Solidaritätsdemonstrationen in Berlin und an Orten des Anschlags in Israel. Im Gespräch mit Annika Friedman, Kuratorin der aktuellen Wechselausstellung, spricht sie darüber, welche Wirkung diese Bilder auf sie selbst wie auch auf Außenstehende haben.

19.00–20.00 Uhr
WIE GEHT ES DIR?

„Wie geht es dir?“, fragten 2024 Zeichnerinnen und Zeichner Menschen, die direkt oder indirekt von dem Nahostkonflikt betroffen sind und zum großen Teil in Deutschland leben. Daraus wurde das gleichnamige Buch, das 2025 erschienen ist. Die Frage hat nicht an Bedeutung verloren, und die Veranstaltung stellt sie erneut.

Wir bitten um Anmeldung mit Nennung der jeweiligen Veranstaltung unter: veranstaltungen.jmf@stadt-frankfurt.de

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