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Biografie H. Henry Gowa (1902-1990)

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Ludwig Meidner-Archiv
Biografie H. Henry Gowa (1902-1990)

1902
am 25. Mai als Hermann Gowa in Hamburg geboren, sein Vater ist Kompagnon einer Papiergroßhandlung; noch als Gymnasiast Gründung einer Theatergruppe, bei der er Regie führt und Bühnenbilder entwirft
1922
Studium der Philosophie, Literatur, Theatergeschichte und Kunstgeschichte (bei Wölfflin) in München, Kunststudium bei Hans Hofmann und an der Knirr-Schule; starke künstlerische Einflüsse durch das Vorbild Cézanne
1924
Deutschlands jüngster Bühnenbildner mit seinem Entwurf für „König Lear“ am Stadttheater von Halberstadt
1925-28
Technischer Direktor und Bühnenbildner an der Bayerischen Landesbühne und Ausstatter des Bayerischen Landestheaters in München
1928-30
Bühnenbildner, Technischer Direktor und Ausstatter des Frankfurter Künstlertheaters (u.a. Die Ratten, Minna von Barnhelm und Urfaust); Mitarbeit am Frankfurter Schauspielhaus, an der Freien Volksbühne in Berlin und in Leipzig
1931
erste Ausstellung von Bühnenbildentwürfen und Malerei in der Frankfurter Galerie Ludwig Schames, Ausstellungen in München und Berlin, Teilnahme an der europäischen Theaterausstellung in Wiesbaden; Heirat mit Sabine Spiero
1932
Technischer Direktor und Bühnenbildner am Staatstheater Schwerin
1933
im Mai Emigration nach Paris, Beteiligung am Salon D’Automne
1934-39
Übersiedlung nach Cagnes-sur-Mer, wo bereits die Mutter und zwei Schwestern leben, und später nach Nizza; zunächst Lebensunterhalt mit illegalen Gelegenheitsarbeiten; Konzentration des künstlerischen Schaffens auf die Malerei, mehrere Ausstellungen; enge Freundschaft mit Frans Masereel und Walter Hasenclever; Scheidung von seiner Frau Sabine; nennt sich nun aus Abscheu vor dem Namensvetter Hermann Göring H. Henry Gowa
1938
Gründung eines Guignol-Puppentheaters
1939
nach Kriegsbeginn Internierung im Fort Carré von Antibes; nach Entlassung Ablehnung seiner Meldung als Kriegsfreiwilliger bei der französischen Armee
1940
im Mai erneute Verhaftung, Gefängnis in Nizza, Internierung in Lambesc bei Aix-en-Provence, einem Zweiglager von Les Milles; nach dem Waffenstillstand im Juni mit etwa 2.000 Gefangenen im Transport auf der Irrfahrt nach Bayonne zur vorgesehenen Einschiffung nach Nordafrika und wieder zurück nach Nîmes; dort Internierung im Lager Saint-Nicolas-du-Gard; Gowa thematisiert die Irrfahrt später in einem Bild La Retraite (Der Rückzug), kurz darauf Entlassung
1940-43
Heirat mit der französischen Malerin Annie Roussel; aus der Ehe gehen drei Kinder hervor; Kontakt zur Résitance
1943-45
mit dem Vormarsch deutscher Truppen in die letzten unbesetzten Gebiete der „Freien Zone“ beginnen auch hier die Massendeportationen von Juden; mit Unterbrechungen versteckt in dem Bergdorf Le Broc
1945
Übersiedlung nach Paris
1946-51
Leiter der neugegründeten Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken, an die er auch Masereel holt; Ausstellungen in Paris, Saarbrücken, Frankfurt und München
1951-54
nach Differenzen wegen seiner zu liberalen Amtsführung verlässt Gowa Saarbrücken und pendelt als freier Maler zwischen seinen Ateliers in Paris und Menton; Vorträge in Köln und Stuttgart, Ausstellungen in Paris, Menton, Straßburg, Hamburg und Berlin
1954-64
Direktor der Werkkunstschule (heute: Hochschule für Gestaltung) in Offenbach; Organisator mehrerer Ausstellungen: „Die junge Malerei Frankreichs“ (Offenbach u.a., 1955), „Die junge deutsche Malerei“ (Paris, 1955), Generalkommissar für die deutsche Abteilung der Biennale (Paris, 1957, Frankfurt 1958), „Deutsche Buchausstellung“ (Paris, 1958), Mitarbeit im Berufsverband Bildender Künstler und im Deutschen Werkbund
1959
Bundesverdienstkreuz
1963
Illustrationen zu „Ich lebte“ von Marie Luise Kaschnitz
1964-85
als freier Künstler in Berlin; Ausstellungen u.a. in Berlin, Frankfurt und Paris 1973
Film „Gowa – ein Maler unserer Zeit“
1985
nach längerer Erkrankung Übersiedlung nach Oberschleißheim bei München
1987
Ausstellung im Deutschen Werkbund in Frankfurt
1990
Gowa stirbt am 23. Mai in einem Münchner Krankenhaus

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Letzte Änderung: 06. Juli 2012





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