Jüdisches Museum Frankfurt am Main

Biografie Arie Goral (1909-1996)

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Ludwig Meidner-Archiv
Biografie Arie Goral (1909-1996)

1909
geboren am 16. Oktober als Walter Sternheim in Rheda, Westfalen
1916-25
Schulzeit in Lemgo und Hamburg, Mittlere Reife
1921-33
Mitglied im Jüdischen Wanderbund Blau Weiß und im Jung-Jüdischen Wanderbund; ab 1925 kaufmännische Lehre
1927
Ausbruch aus dem Elternhaus, Arbeit als Zeichner einer Modefirma in Berlin und auf dem Versuchsgut Bärenklau, Mitglied des Kibbuz Cheruth bei Hameln
1928-32
Arbeit in der Landwirtschaft als Vorbereitung für die Emigration nach Palästina, Mitarbeit im Brith Habonim (später Hechaluz), Beiträge für die Zeitschrift Der Junge Jude
1932
Rückkehr nach Hamburg
1933
im Mai Flucht nach Südfrankreich, bei Toulouse zeitweilig Leiter eines landwirtschaftlichen Ausbildungsbetriebes für jüdische Flüchtlinge; Mitarbeit im Comité Réfugié Allemand
1933/34
Zunächst in den Pyrenäen, dann in Marseille
1934
im August Heirat mit der Malerin Anna Szmajewicz aus Danzig, im Dezember Auswanderung nach Palästina; hier nimmt er später den hebräischen Namen Arie Goral (Arie = Löwe, Goral = Schicksal) an
1935
Kibbuz Giwath Brenner
1936-44
Verschiedene Tätigkeiten u. a. als Bauarbeiter in Jerusalem, als Bademeister am Toten Meer und als Assistent am Dizengoff-Museum in Tel Aviv
1942-44
Veröffentlichungen von Lyrik in deutscher Sprache, Lyriklesungen im Kreis um den Verleger Peter Freund, Begegnungen mit Wolfgang Hildesheimer, Schalom Ben Chorin, Arnold Zweig und Else Lasker-Schüler
1944
Scheidung der Ehe
1946/47
Rehovoth, Arbeit in Orangenplantagen, Einrichtung eines Malstudios für Kinder
1948
im jüdisch-arabischen Krieg
1950/51
Italien, zunächst Venedig, später Kunststudium an der Akademie in Florenz
1953
auf Einladung Erich Kästners Ausstellung der Bilder israelischer Kinder in München, später in Hamburg und Zürich, Rückkehr nach Hamburg im Oktober, Vorträge, freier Kunstunterricht mit Kindern und Jugendlichen
1955
Kunsterzieher am sozialpädagogischen Institut der Universität, lernt seine spätere Frau Eva Peters kennen
1957
Gründung des Jungen Studios
1962
Plan einer zweiten Emigration, Kritik an der "heuchlerischen christlich-jüdischen Brüderlichkeit" und der Rehabilitierung des Altnazis Oberländer
1963
Der Fall Hofstätter, Anzeige Gorals gegen den Direktor des Psychologischen Instituts der Universität Hamburg, Hofstätter, der sich gegen eine Verfolgung vom NS-Massenmorde ausgesprochen hatte, weil diese "als Kriegshandlungen" anzusehen seien
1964
Übersiedlung nach Berlin
1965
Gründung der Galerie Uhu in Hamburg
1967
Beteiligung an der Initiative Hamburg Linksliterarisch
1968
Gründung der Hamburger Intergalerie, die in den folgenden Jahren politische Plakate sowie zeitkritische Kunst zeigt; Reise in die CSSR, auf der Rückreise vom sowjetischen Einmarsch überrascht; im Oktober Eheschließung mit Eva Peters
1973
Engagement im Bundesverband Bildender Künstler; organisiert die Ausstellungen Aufstand im Warschauer Ghetto und Internationale Engagierte Kunst in Hamburg; Teilnahme an der Bundesdelegiertenkonferenz des Bundesverbandes deutscher Schriftsteller
1976
Teilnahme am Kongress gegen politische Unterdrückung und ökonomische Ausbeutung, veranstaltet vom Sozialistischen Büro Frankfurt
1977
Beobachtung des Prozesses gegen den ehemaligen SS-Obersturmführer Gerhard Maywald und anderer NS-Prozesse in Hamburg
1979
Protest gegen Syberbergs Hitler-Film; mehrere Publikationen u.a.: Der ewige Jude. Blätter für engagiertes und unzensiertes Judentum, Martin Buber und der Kibbuz Cheruth
1980
Dokumentationsausstellungen Heine Denkmäler, Dokumentation Judenpogrom Reichskristallnacht - Endlösung Auschwitz
1982
Überreichung der Biermann-Ratjen-Medaille durch den Hamburger Senat; das Heine-Denkmal, für das sich Goral jahrelang engagiert hat, wird auf dem Rathausmarkt eingeweiht
1985
Ausstellung Ostjuden auf Wanderschaft - Transit Hafen Hamburg
1987
Protest gegen die Marxistische Gruppe (MG): Marxisten proben den Antisemitismus
1989
Jugenderinnerungen Jeckepotz. Eine jüdisch-deutsche Jugend 1914-1933
1992
Konflikt um die Überbauung des Jüdischen Friedhofs Altona
1994
An der Grenzscheide: Kein Weg als Jude und Deutscher? Publizistische Arbeiten von 1962-1994
1996
Goral stirbt am 23. April in Hamburg

mehr:
Ausstellungen zu Arie Goral
ausgewählte Werke aus dem Nachlass Gorals

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Letzte Änderung: 29. Oktober 2014





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