Kindheit in Israel
Fototagebücher aus den SOS-Kinderdörfern Neradim und Megadim
29. Februar – 27. April 2012
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums
Was bewegt Kinder in Israel? Und wie leben sie hier, in den SOS-Kinderdörfern in Megadim in Migdal Haemek im Norden und Neradim in Arad im Süden des Landes? Welche Themen haben sie? Um sich diesen Fragen zu nähern, entstand ein ganz besonderes Kunstprojekt, verwirklicht von Kindern aus SOS-Kinderdörfern in Israel: Ausgerüstet mit Einwegkameras hielten sie im April 2011 ihr Leben, ihr Umfeld und Themen, die sie bewegen, in Bildern fest.
Begleitet wurden sie dabei von dem Berliner Fotografen Stephan Pramme, der die jungen Menschen mit großer Sensibilität und professionellem Blick porträtiert hat. Herausgekommen ist eine gelungene Verknüpfung der persönlichen Innensicht der Kinder und der arrangierten Außensicht des Fotografen. Es entstanden Bilder, die tief gehen und Spuren aufzeigen, von dem, was die Kinder bereits erlebt haben, aber auch von dem Prozess der Heilung, den viele der Kinder erfahren. Begleitend zu den Fotos werden die Lebensläufe einiger Kinder skizziert.
Eine Ausstellung der SOS-Kinderdörfer weltweit, Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
BILD dir dein Volk!
Axel Springer und die Juden
15. März – 29. Juli 2012
Jüdisches Museum
Axel Springer in Jerusalem, © Fotoagentur Sven Simon
Axel Springer (1912-1985) war der größte deutsche Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte. Zudem war er eine Persönlichkeit, die polarisierte und an zahlreichen politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit beteiligt war. Fast unbekannt ist, dass er sich persönlich und in seinem Verlag einem radikalen „Versöhnungsprojekt“ Juden und dem jungen israelischen Staat gegenüber verschrieb. Mindestens einmal pro Jahr reiste Springer zwischen 1966 und 1985 nach Israel und pflegte dort Kontakte mit Politikern und Kultureinrichtungen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Teddy Kollek, dem Bürgermeister von Jerusalem; das Israelmuseum und andere Institutionen erhielten zahlreiche Spenden aus dem Haus Springer.
Auf einer dieser Reisen entstand 1970 ein Foto, das Axel Springer zeigt, der auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Der Fotograf war Sven Simon, Axel Springers Sohn, der ihn auf seinen Israelreisen oft begleitete. Seine Fotos haben wesentlich zur Selbstinszenierung Springers beigetragen. So auch in diesem Fall: als Visionär der Einheit Berlins am Beispiel des vereinten Jerusalem, auf dem sein Blick ruht. Dieses Foto steht im Zentrum der Ausstellung, die das Jüdische Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Instituts ausrichtet. Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Kulturfonds RheinMain, die Gerda Henkel Stiftung und die Herbert Quandt Stiftung
Ausstellungseröffnung, Mittwoch, 14. März 2012, 19.00 Uhr
Das Begleitprogramm zur Ausstellung beginnt im Mai 2012.
Gegen den Strom
Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in der NS-Zeit
9. Mai – 14. Oktober 2012
Museum Judengasse
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Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
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Letzte Änderung: 11. Januar 2011
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