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Zahlreiche ausgrenzende Gesetze und Verordnungen, begleitet von Gewalttaten, wurden seit 1933 gegen die deutschen Staatsbürger erlassen, die wegen ihres religiösen Bekenntnisses und der durch Hitler festgelegten Rassengesetze Juden waren.
Blick in den Ausstellungsraum „Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Eingrenzung”
Collage aus Pass, Schild einer Arztpraxis und Tuch mit aufgedruckten Judensternen Mit dem Zwang, die zusätzlichen Vornamen Sara bzw. Israel zu führen, und mit dem „J” in Kennkarten und Reisepässen ab Ende 1938 wurde die Bewegungsfreiheit der Juden beendet. Mit der im September 1941 erlassenen Verpflichtung, im öffentlichen und geschlossenen Bereich den sechseckigen gelben Stern mit der Aufschrift „Jude” zu tragen, waren die Juden öffentlich stigmatisiert und der Willkür preisgegeben. Die Anlernwerkstatt war eine Einrichtung zur Ausbildung von Jugendlichen in handwerklichen Berufen wie Schreiner und Gärtner, die ihnen die Einwanderung nach Palästina oder in die USA erleichtern konnten.
Anlernwerkstatt in der Fischerfeldstraße: Blick in die Schlosserei Die jüdische Gemeinschaft organisierte Vorbereitungen für die Auswanderung, wie Umschulungen, Sprachunterricht, Beratung und Werbung für die Emigration nach Palästina; soziale und wirtschaftliche Unterstützung, wie Vermittlung von Arbeitsplätzen, Darlehen und Gemeinschaftsküchen, kulturelle Aktivitäten, wie Konzerte, Theater- und Filmveranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen.
Die Gefangenen. Ursula Liebrucks, Bronze, 1988 Im Oktober 1941 begannen die Deportationen. Zwischen 1941 und 1944 wurden mindestens 11 000 Juden aus Frankfurt deportiert. Die genaue Anzahl der ermordeten Frankfurter Juden ließ sich bisher nicht ermitteln, da viele Frankfurter aus anderen deutschen Orten und vor allem auch aus den im Krieg besetzten Ländern wie Holland und Frankreich deportiert wurden. Die meisten Juden wurden in Arbeitslager deportiert, wo die „Vernichtung durch Arbeit” Programm war. Von dort kamen noch Nachrichten. Die anderen Transporte brachten die Juden zu Orten, wo sie sofort ermordet wurden. Unbekannt ist auch die kleine Zahl der Frankfurter Juden, die die Vernichtung überlebt hat. |
KontaktdatenJüdisches Museum Museum Judengasse MuseumsleitungProf. Dr. Raphael Gross Dr. Johannes Wachten Fritz Backhaus Daniela Unger |
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| Jüdisches Museum • Untermainkai 14/15 • 60311 Frankfurt am Main | ||||
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