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Blick in den Ausstellungsraum „Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Eingrenzung”

Blick in den Ausstellungsraum „Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Eingrenzung”


Mit dem Zwang, die zusätzlichen Vornamen Sara bzw. Israel zu führen, und mit dem „J” in Kennkarten und Reisepässen ab Ende 1938 wurde die Bewegungsfreiheit der Juden beendet.

Das Arbeitsverbot für Ärzte gehörte zu den Maßnahmen „über die Ausschließung der Juden aus der deutschen Wirtschaft”. Einige Ärzte wurden verpflichtet, ihre Praxis für Juden offen zu halten.


Mit der im September 1941 erlassenen Verpflichtung, im öffentlichen und geschlossenen Bereich den sechseckigen gelben Stern mit der Aufschrift „Jude” zu tragen, waren die Juden öffentlich stigmatisiert und der Willkür preisgegeben.

Anlernwerkstatt in der Fischerfeldstraße: Blick in die Schlosserei

Anlernwerkstatt in der Fischerfeldstraße: Blick in die Schlosserei


Die jüdische Gemeinschaft organisierte Vorbereitungen für die Auswanderung, wie Umschulungen, Sprachunterricht, Beratung und Werbung für die Emigration nach Palästina; soziale und wirtschaftliche Unterstützung, wie Vermittlung von Arbeitsplätzen, Darlehen und Gemeinschaftsküchen, kulturelle Aktivitäten, wie Konzerte, Theater- und Filmveranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen.

Weiterhin gab sie Stellungnahmen und öffentliche Erklärungen ab. Alle Vereinigungen und Veranstaltungen standen unter nationalsozialistischer Kontrolle.

Im Oktober 1941 begannen die Deportationen. Zwischen 1941 und 1944 wurden mindestens 11 000 Juden aus Frankfurt deportiert. Die genaue Anzahl der ermordeten Frankfurter Juden ließ sich bisher nicht ermitteln, da viele Frankfurter aus anderen deutschen Orten und vor allem auch aus den im Krieg besetzten Ländern wie Holland und Frankreich deportiert wurden.

Außerdem existieren keine Angaben über die in Frankfurt lebenden polnischen Juden, die bereits im Oktober 1938 ausgewiesen und später deportiert wurden.


Die meisten Juden wurden in Arbeitslager deportiert, wo die „Vernichtung durch Arbeit” Programm war. Von dort kamen noch Nachrichten. Die anderen Transporte brachten die Juden zu Orten, wo sie sofort ermordet wurden. Unbekannt ist auch die kleine Zahl der Frankfurter Juden, die die Vernichtung überlebt hat.



 

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Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
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Direktor des Jüdischen Museums und
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der Frankfurter Juden
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Stellvertretender Direktor, Leiter der
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Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
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Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805

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